Wilhelm Kanonenberg feiert heute seinen runden Geburtstag. Eine kleine Würdigung inklusive seiner "Immergrünen" Partie gegen Bayer (Berliner Sommer 84) erscheint hier!
Willy wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Essen auf, sein großes Talent für das Königliche Spiel zeigte sich schon früh. Nach mehreren Jugendtiteln im Unterverband gelang ihm bei der deutschen Jugendeinzelmeisterschaft der U20 in Hochspeyer 1967 der große Wurf: Er belegte nur knapp - mit einem halben Punkt Rückstand - hinter dem späteren Fernschachmeister Karl Maeder den geteilten zweiten bis dritten Platz mit NRW-Dauerrivalen Ulli Nehmert. In den wilden 68er Jahren zog es "Willy-Wacker" Anfang der 70er nach Berlin und er sattelt beruflich als Pädagoge um. In einem Lichtenrader Abenteuerspielplatz fand er als Erzieher seine Berufung. Bevor er beim Revierrivalen SC X-berg "heimisch" werden konnte, warb ihn 1974 Bulti zum SKZ ab.
Mit seinem romantischen und "branntgefährlichen" Spielstil gewann der Handwerker schnell die Sympathie der Zehlendorfer. Er verstärkte knapp 20 Jahren die erste Mannschaft und begleitet diese oft wie erst kürzlich bei der Fahrt zu seinem Kindheitsverein Essen-Katernberg. Ein großes Highlight war sein tolles Ergebnis beim Berliner-Sommer 1984. Dort erspielte er sich mit 6/9 fast eine IM-Norm. Den Kölner Stadtmeister Ernst Bayer "verschraubte und vernagelt" der gelernte Schlosser auf sagenhafte Art und Weise: